cesa wendt - zeichnungen

Spontane Gestik, Balance und Rhythmus

 

Nach dem Kunststudium mit Schwerpunkt „künstlerische Fotografie“ und Experimenten mit der Technik der Foto-Collage entdeckte Cesa Wendt in den Jahren 1991/92 die Zeichnung für sich.

 

Abstrakte Kompositionen

Inspiration zu den abstrakten Kompositionen ist der innere Antrieb der Künstlerin - eine Stimmung, die intuitiv in Form eines spontanen Grundgerüstes auf dem Papier umgesetzt wird. Dieses Grundgerüst kann eine bewegte, kräftige Linie aus Kohle sein, die an ein überdimensionales, geheimnisvolles Schriftzeichen erinnern mag, oder ein schwungvoller, breiter Pinselstrich in Aquarell. Auch zu kompakten Gebilden verdichtete, hauchfeine Schraffuren können Ausgangspunkt zur assoziativen Weiterentwicklung der Bildgestaltung sein.

 

Aus den frühen Collagen ist die Lust geblieben, in die Zeichnungen aus Farb- und Bleistift, Kohle, Pastellkreide und Aquarellfarben spielerisch und sparsam Elemente aus Bunt- oder Transparentpapier einzufügen – Rechtecke, Kreise und Punkte, an Blattformen erinnernde Spitzovale oder schmale, grasartige Lanzettformen. Kleine dekorative Elemente tauchen in fast allen Zeichnungen auf: verspielte Kringel wachsen aus kräftigen Balken, zarte Ansammlungen von Punkten mustern Flächen, einzelne Bildpartien werden mit Punktreihen oder Einzelpunkten betont und markiert, ausgewählte Arbeiten erhalten eine besondere Auszeichnung durch den subtilen Einsatz von Blattgold.

 

Spontane Gestik, Balance und Rhythmus

In dem Zusammenspiel aus spontaner Gestik, bewusst gesetzten grafischen und geometrischen Elementen und subtiler Verwendung der reduzierten Farbpalette entstehen kostbare Kompositionen, welche die Suche nach Spannung, Kontrast und ein bisschen Provokation und zugleich nach Halt, nach Ausgewogenheit, Balance und Rhythmus zum Thema haben.

 

So sind in den vergangenen 20 Jahren zahlreiche luftige und fantasievolle Zeichnungen entstanden, die teils hauchfein und tastend, teils markant und provokativ dem Betrachter viel Raum für Assoziationen und Interpretationen lassen. Bisweilen geben die Titel einen Anhaltspunkt und lenken die Fantasie in eine bestimmte Richtung.

(Zusammenfassung eines Textes von Sabine Philipp M.A., 2010)

 

Arbeiten zu den Werkgruppe finden Sie hier:

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> Rhythmus

> Chaos

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